{"id":820,"date":"2023-09-22T08:42:38","date_gmt":"2023-09-22T06:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/itsmedoubleg.com\/?p=820"},"modified":"2023-09-22T08:42:38","modified_gmt":"2023-09-22T06:42:38","slug":"185-tage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/itsmedoubleg.com\/?p=820","title":{"rendered":"185 Tage&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230;oder genauer gesagt 6 Monate bin ich (seit gestern) unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Wow, ein halbes Jahr, und nat\u00fcrlich ist viel passiert in der Zeit. Mein letzter Post ist leider auch schon ein paar Tage her, aber irgendwie habe ich mir selber andere Priorit\u00e4ten gesetzt als meine Geschehnisse und Gedanken hier festzuhalten. Ich wei\u00df, ich werde es im Nachhinein bereuen \ud83d\ude02.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei meinem letzten Eintrag sa\u00df ich noch (mit Eric) auf den Galapagos-Inseln, und selbst da war ich von der Storyline noch irgendwo in Peru stehen geblieben. 3 Monate (und ein Serverumzug) sp\u00e4ter sitze ich aktuell auf Hawaii und werde n\u00e4chste Woche den Flug nach Tokio antreten. Ist ist wahrscheinlich recht unrealistisch dass ich die ganze Route nochmal textuell festhalte, daher gibt&#8217;s jetzt \u2013 f\u00fcr mich, und f\u00fcr alle die es interessiert \u2013 die Kurzzusammenfassung:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peru:<br><\/strong>Nach La Paz in Bolivien ging es \u00fcber Puno (Titikakasee) und Cusco zum n\u00e4chsten Highlight: Dem 4-t\u00e4gigen Inca-Trail zum Machu Picchu. Wow, was f\u00fcr ein Erlebnis. Nat\u00fcrlich tritt man den Trail erst mal an, um den Machu Picchu zu sehen&#8230;im Laufe der Tage wird aber schnell klar \u2013 der Weg ist das Ziel #Kalenderspruch \ud83d\ude02. 3 N\u00e4chte komplett au\u00dferhalb der Zivilisation, im Zelt ohne Wasser &amp; Strom, morgens um 5 mit gepackten Sachen und im Dunkeln irgendwelche Wanderwege in der Wildnis durchschreiten&#8230;als wir dann am vierten Tag p\u00fcnktlich zum Sonnenaufgang am &#8222;Sun Gate&#8220; standen und den ersten Blick auf die Inca-Ruine hatten, war das ein typischer &#8222;ich frecke&#8220;-Moment \ud83d\ude02 .<br>Richtig skurril wurde es dann als wir auf die ersten Bustouristen trafen, die geschminkt und im schicki-micki-Dress ihre Duck-Face-Selfies machten, w\u00e4hrend unsere Gruppe ungeduscht, m\u00fcde und ziemlich fertig daneben stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Inka-Trail ging es dann \u00fcber Arequipa zur Oase Huacachina zum Sandboarden, bevor wir nach Lima kamen. Unseren urspr\u00fcnglichen Plan, von dort nach Brasilien zu fliegen hatten wir mittlerweile verworfen, und uns lieber daf\u00fcr entschieden weiter an der Westk\u00fcste zu bleiben, und Richtung Norden nach Ecuador zu reisen. Gesagt, getan, nach ein paar Tagen in der Hauptstadt (\u00fcbrigens ziemlich unspannend) ging es weiter nach Trujillo (bzw. Huanchaco), um ein wenig Beach-Feeling zu schnuppern und uns <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Chan_Chan\">Chan Chan<\/a> anzusehen. Nie geh\u00f6rt? Ich vorher auch nicht, aber f\u00fcr mich war&#8217;s ein trauriges Beispiel von der heutigen Insta-Welt (oder einfach &#8222;Marketing&#8220;). W\u00e4hrend alle Touris die \u00fcblichen 2-3-4 &#8222;Insta-Places&#8220; besuchen und \u00fcberlaufen, gibt es so eine wirklich beeindruckende St\u00e4dte wie Chan Chan, in der gerade mal eine Handvoll Menschen sich auf dem riesigen Areal verteilen \u2013 so ganz ohne Reisebusse, ohne Orga, ohne Merchandising. Anyway, ist empfehlenswert \ud83d\ude0e.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es ein wenig in die Berge, nach Cajamarca (das Highlight dort ist eine gro\u00dfe <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cumbemayo\">Regenrinne<\/a> \ud83d\ude02), um dann weiter nach M\u00e1ncora zu fahren, dem angeblichen Beach-Hotspot in Peru. Ich sag mal so, ich hab schon spannendere Orte (und Beaches) gesehen \ud83d\ude1c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ecuador:<\/strong><br>War aber nicht dramatisch, denn unser n\u00e4chstes Ziel, die Galapagos-Inseln, standen uns bevor. Eigentlich hatte ich die (w\u00e4hrend meiner Planungsphase in Deutschland) \u00fcberhaupt nicht auf dem Schirm, aber nachdem wir sowieso Richtung Ecuador unterwegs waren, kann man die ja mal mitnehmen \ud83e\udd73. Die Kurzzusammenfassung: Sch\u00f6ne Inseln, f\u00fcr Ecuador nat\u00fcrlich relativ teuer (aber nichts gegen Hawaii \ud83d\ude02), und gar nicht so &#8222;\u00f6ko&#8220; wie ich (naiver Weise) gedacht habe. Auch da fahren Autos, liegt M\u00fcll auf der Stra\u00dfe, und es werden abends laute Paraden direkt neben dem Seel\u00f6wen-Strand abgehalten \u2013 also alles nicht so &#8222;im Sinne der Natur&#8220;. Abgesehen davon war die Tier- und Pflanzenwelt schon \u00fcppig und beeindruckend. Die Schnorchel-Tour war ein besonderes Highlight.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Stopp in S\u00fcdamerika war dann Quito, die n\u00e4chste s\u00fcdamerikanische Hauptstadt&#8230;Noch kurz zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitad_del_Mundo\">Mitad del Mundo<\/a>, bevor der erste Teil meiner Reise nach 113 Tagen endete. Eric flog zur\u00fcck nach Hause, und ich weiter nach Cancun, um mich (mit Monique) von den Strapazen der letzten Monate zu erholen \ud83d\ude02. So sch\u00f6n, spannend, abwechslungsreich, witzig und &#8222;lehrreich&#8220; der erste Teil in S\u00fcdamerika auch war, so froh war ich trotzdem dass er zu Ende war. Irgendwie hat es mir gereicht&#8230;die Sprache, die Kultur, das (meist schlechte) Essen, die Nicht-Organisation usw. usw. Klar, das geh\u00f6rt alles zum Reisen dazu (und war auch \u00fcberwiegend &#8222;unterhaltsam&#8220;), aber nach knapp 4 Monaten war es dann auch sch\u00f6n eine Ver\u00e4nderung zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Fazit f\u00fcr S\u00fcdamerika kann ich aber sagen, dass es anders war als angenommen. Das ganze Thema Sicherheit (bzw. die Bedenken) war \u00fcberhaupt nicht vorhanden, uns ist nichts passiert, wir waren nie in &#8222;brenzlichen Situationen&#8220; und alle Menschen waren immer freundlich, hilfsbereit und ehrlich (z.B. Taxifahrer mit dem R\u00fcckgeld). Klar bin ich abends auch nicht mit iPhone und Spiegelreflex durch dunkle Gassen in den falschen Vierteln unterwegs gewesen, aber auch die ganzen Warnungen des ausw\u00e4rtigen Amtes (z.B. zur Nutzung von Nachtbussen) kann ich nicht best\u00e4tigen. Zum Gl\u00fcck \ud83d\ude1c! Ansonsten war es irgendwie &#8222;anders&#8220;, ansatzweise touristisch aber dann auch wieder ziemlich zur\u00fcck geblieben. Ohne Spanisch geht wirklich nix, und kulinarisch war es gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Ich habe in der Zeit viel Gutes \u00fcber Kolumbien geh\u00f6rt, vielleicht steht das in Zukunft noch auf meiner Liste.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mexiko:<\/strong><br>Der kurze (11 N\u00e4chte) Stopp in Mexiko galt vor allen Dingen dem Wiedersehen und der Erholung. Wir waren in Tulum, angeblich ein gechilltes laid-back-St\u00e4dchen, abseits von dem Touri-Trubel in Cancun. Ich habe Cancun nie gesehen, aber Tulum muss ich auch nicht nochmal sehen. Die City war eine reine Baustelle, Hotels und Anlagen an allen Ecken, alles war nur auf Touris ausgelegt und die Preise waren jenseits von gut und b\u00f6se. Eine Kugel Eis f\u00fcr 8$ oder eine Taxifahrt zum Strand (10min) f\u00fcr 50$ ? Danach wei\u00df man die g\u00fcnstigen Preise auf den Galapagos-Inseln gleich zu sch\u00e4tzen \ud83d\ude02. Hinzu kamen noch wirklich unfreundliche (und abzockende) Mexikaner (Airbnb, Taxifahrer, etc.), und fertig ist die &#8222;Danke, nicht nochmal&#8220;-Recommendation \ud83d\ude0e. Egal, die Zeit war aus anderem Grunde sch\u00f6n und nach dem kurzen Wiedersehen hie\u00df es f\u00fcr mich dann auch endlich mal &#8222;alone on the road&#8220;. Next Stopp: Vancouver, das aber im n\u00e4chsten Posting \ud83d\ude0e.<\/p>\n\n\n\n<p>P.S. Eine wirkliche \u00dcberraschung: Wer h\u00e4tte gedacht, dass meine Blogeintr\u00e4ge mich an die Arbeit erinnern \ud83d\ude02. Wasserfall funktioniert nicht \u2013 auch hier nicht, ich versuche mal auf Agile umzusteigen. Anstatt alle paar Wochen die gro\u00dfen Romane zu verfassen, versuche ich es mal mit 10min t\u00e4glich (oder alle 2-3 Tage \ud83d\ude0e). Vielleicht klappt das besser, um auf dem laufenden zu bleiben&#8230;we&#8217;ll see \ud83d\ude0e.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;oder genauer gesagt 6 Monate bin ich (seit gestern) unterwegs. Wow, ein halbes Jahr, und nat\u00fcrlich ist viel passiert in der Zeit. Mein letzter Post ist leider auch schon ein paar Tage her, aber irgendwie habe ich mir selber andere Priorit\u00e4ten gesetzt als meine Geschehnisse und Gedanken hier festzuhalten. 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