{"id":486,"date":"2023-05-08T07:59:32","date_gmt":"2023-05-08T05:59:32","guid":{"rendered":"https:\/\/itsmedoubleg.com\/?p=486"},"modified":"2023-05-08T08:06:05","modified_gmt":"2023-05-08T06:06:05","slug":"san-pedro-de-atacama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/itsmedoubleg.com\/?p=486","title":{"rendered":"San Pedro de Atacama"},"content":{"rendered":"\n<p>Yes, nach dem Torres ging es zu einem weiteren meiner pers\u00f6nlichen Highlights: In die Atacama-W\u00fcste! Wirklich verr\u00fcckt, dass beide Abschnitte im selben Land liegen&#8230;nur durch knappe 3500 km getrennt ?.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich an W\u00fcste denke kommen mir erst mal endlose Mengen Sand in den Sinn&#8230;dass das auch ziemlich anders sein kann habe ich hier mal wieder festgestellt ?.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach unserem Aufenthalt in der Hauptstadt sind wir erst mal in den Flieger gestiegen. Dieses Mal hie\u00df das Ziel <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/DEGyWebhwEx1E57r7\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/DEGyWebhwEx1E57r7\" target=\"_blank\">Calama<\/a>, ca. 1,5 Std. von San Pedro de Atacama entfernt. Ich wei\u00df nicht was in Calama selbst so geht, immerhin hat die Stadt in der Mitte von Garnichts auch 150.000 Einwohner, wir haben allerdings nur den Flughafen zu Gesicht bekommen. Urspr\u00fcnglich war die Idee mal wieder einen Mietwagen zu nehmen um autark zu sein und selbst die Hotspots (&lt;&#8211; ?) abzufahren. Da die Verf\u00fcgbarkeit aber recht begrenzt war, und es auch sonst ein zu gro\u00dfer Aufwand gewesen w\u00e4re das Auto wieder nach Calama zur\u00fcck zu bringen, haben wir den Plan schnell verworfen und uns entschieden diverse Tagestouren zu buchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg nach San Pedro war mal wieder mehr als einfach. \u00dcberall dort wo Touris sind, gibt es auch Touri-Angebote. Raus aus dem Flughafenschalter, und schon stehen diverse Estebans da rum und winken mit ihren Transfer-Schildchen. F\u00fcr ein paar Euro (ich glaube 20 p.P. ?) sitzt man dann Minuten sp\u00e4ter in einem klimatisierten Kleinbus und wird ins W\u00fcsten-Mekka kutschiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort angekommen, war ich mal wieder sehr \u00fcberrascht&#8230;ja, es ist nat\u00fcrlich sehr warm und trocken&#8230;aber ansonsten hat es sich auf den ersten Blick wenig von anderen, &#8222;normalen&#8220; Orten unterschieden. Es gab Gesch\u00e4fte (oder sowas in der Art ?), Schulen, Kneipen, Restaurants&#8230;und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/cl\/hostal-montepardo.es.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/cl\/hostal-montepardo.es.html\" target=\"_blank\">das Hostel<\/a> war eines der sch\u00f6nsten auf unserer bisherigen Reise. Dennoch hat mich San Pedro irgendwie fasziniert. So &#8222;normal&#8220; es auf der einen Seite schien, so sehr erinnerte es mich an eine Mischung zwischen Las Vegas und Mad Max. Die Stadt lebt von (und mit) seinen Touristen, und alles fokussiert sich auf eine &#8222;Hauptstra\u00dfe&#8220; (ich nenne sie mal: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Las_Vegas_Strip\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Las_Vegas_Strip\" target=\"_blank\">The Strip<\/a> ?) auf der sich diverse Arten von Reisenden durch den Staub schlagen. Hier trifft die 60-j\u00e4hrige Gudrun in Wandersandalen auf die voll-t\u00e4towierte und zugekiffte 20-j\u00e4hrige Lisa in Hippiehosen&#8230;und beide haben nur ein Ziel: Bei den ca. 50 Touranbietern eine der ca. 10 unterschiedlichen Touren zu buchen die aber \u00fcberall exakt gleich sind ?. Jeder Anbieter hat hier die selben Busse, f\u00e4hrt die selben Orte an und nimmt so ziemlich das gleiche Geld daf\u00fcr. So zumindest unser Eindruck nach ein paar Gespr\u00e4chen mit anderen, diversen Flyern und ein paar Recherchen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben es uns daher leicht gemacht und bei unserem Hostel-Menschen &#8222;Rodriguez&#8220; gebucht. Das ging sehr unkompliziert und war &#8211; soweit ich das absch\u00e4tzen kann &#8211; qualitativ nicht schlechter. Wir hatten 6 Tage vor Ort, diese waren aber durch die ganzen Touren recht ausgef\u00fcllt. Auf dem Plan standen:<\/p>\n\n\n\n<p>1.) <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Valle_de_la_Luna_(Chile)\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Valle_de_la_Luna_(Chile)\" target=\"_blank\">Valle de la Luna<\/a><br>2.) <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gochile.cl\/en\/valle-del-arcoiris\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.gochile.cl\/en\/valle-del-arcoiris\/\" target=\"_blank\">Valle Arcoiris<\/a><br>3.) <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gochile.cl\/es\/lagunas-altiplanicas-miscanti-miniques\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.gochile.cl\/es\/lagunas-altiplanicas-miscanti-miniques\/\" target=\"_blank\">Lagunas Altiplanicas<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.gochile.cl\/en\/articles\/piedras-rojas-the-paradise-of-the-atacama-desert.htm\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.gochile.cl\/en\/articles\/piedras-rojas-the-paradise-of-the-atacama-desert.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Piedras Rojas<\/a><br>4.) Stargazing Tour<br>5.) Uyuni Tour<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen. Die Touren waren alle beeindruckend&#8230;manche mehr, manche weniger&#8230;und selbst wenn das eigentliche Ausflugsziel nicht so spannend war, so war es die Gesamtheit der Situation. Es ist wirklich zum br\u00fcllen und ich habe mit Eric meine wahre Freude daran&#8230;jeden Tag aufs  neue pferchen sich im Morgengrauen 100.te Touristen in kleinen 10er Gr\u00fcppchen zusammen in den f\u00fcr sie vorgesehenen Tourbus, bekommen von ihren &#8222;ach so gut gelaunten Guides&#8220; auf gebrochenem Englisch (oder wahlweise Spanisch oder Portugiesisch) die wichtigsten Infos zum Ziel mitgegeben und versuchen sich dann untereinander mit immer den selben Smalltalk-Fragen zu connecten. Wirklich, dar\u00fcber muss ich mal gesondert schreiben, aber viel interessanter als die ganzen &#8222;Sehensw\u00fcrdigkeiten&#8220; sind einfach die Menschen &amp; Situationen die damit einher gehen&#8230;ich hoffe WIRKLICH dass ich das mal schaffe &#8222;zu Papier zu bringen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den jeweiligen Touren gibts die Fotosets zur Veranschaulichung&#8230;ansonsten war nicht viel Zeit, au\u00dfer dass ich mich mal in die Stadt begeben habe um &#8222;bewusst&#8220; ein paar Menschen zu fotografieren&#8230;das war auch sehr nice (und anstrengender als Landschaft ?)&#8230;die Ergebnisse gibts dann auch bald im dazugeh\u00f6rigen Photoset.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dass wir recht aktiv waren, so habe ich mich doch ein wenig ge\u00e4rgert keinen Mietwagen gehabt zu haben. Die Gegend um San Pedro ist wirklich einmalig, und trotz dass es eine W\u00fcste ist, so ist gen\u00fcgend Infrastruktur vorhanden um auf eigene Faust mit dem eigenen Wagen die entsprechenden Punkte anzufahren. Mich h\u00e4tten noch diverse andere Ziele interessiert, und selbst bei den Zielen bei denen wir waren, ist man immer recht &#8222;eingeschr\u00e4nkt&#8220; was den vorgegebenen Zeitplan angeht&#8230;auch die Tage vor Ort wollten wir nicht noch l\u00e4nger strecken, da auch die anderen Ziele noch irgendwie in die Route passen sollen ?. Daher: Atacama, auf JEDEN FALL ein Ziel was ich nochmal besuchen w\u00fcrde&#8230;dann bei der n\u00e4chsten Weltreise ?.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Abgang aus der Atacama W\u00fcste ging zur Abwechslung mal nicht mit dem Flugzeug, sondern mit einer Tour in die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salar_de_Uyuni\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salar_de_Uyuni\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Uyuni-W\u00fcste<\/a>. Auch das ist gef\u00fchlter Standard und war daher \u00e4hnlich leicht zu organisieren. Die Touren gibt es in zwei Varianten: 4-Tage, mit R\u00fcckkehr nach San Pedro, oder 3-Tage, ohne Wiederkehr ?. Wir haben uns nat\u00fcrlich f\u00fcr die 3-Tages-Tour entschieden, die das Ende dann in Uyuni vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich br\u00e4uchte diese Tour auch einen eigenen Blog-Artikel. Die Kurzform: Es war der absolute Wahnsinn. So Wahnsinn, dass ich nicht wei\u00df wie ich das beschreiben soll. Wir fuhren drei Tage in einem 4&#215;4 Pickup durch Landschaften die ich mir nicht mal h\u00e4tte im Traum vorstellen k\u00f6nnen&#8230;in knapp 5000 Metern H\u00f6he an Orte an denen es keine Stra\u00dfen mehr gab&#8230;nur noch &#8222;Natur&#8220; von solch&#8216; einer Art die ich wirklich noch nicht kannte. Ich halte die deutsche Sprache schon f\u00fcr recht ausgefeilt, wenn es darum geht Dinge pr\u00e4zise zu beschrieben. Vielleicht liegt es auch einfach an meinem Wortschatz, aber nach 100x \u201eGeil, Wahnsinn, Unglaublich, Sch\u00f6n, Krass, Traumhaft, Unwirklich\u201c oder \u00e4hnlichen\u00a0war ich irgendwann einfach nur noch stumm. So stumm, dass mir die Tr\u00e4nen die Wangen runter liefen, weil mein Gehirn nicht verstand was meine Augen sahen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich konnte nichts mehr sagen, und empfand einfach nur Dankbarkeit. Es klingt vielleicht pathetisch, aber in dem Moment war ich so dankbar f\u00fcr alles was dazu gef\u00fchrt hatte dass ich da in diesem Pickup sa\u00df und diesen Moment erleben durfte. Angefangen von meinem Geburtsort der das \u00fcberhaupt m\u00f6glich machte, \u00fcber die Erziehung, Bildung, Job, ja selbst meine Scheidung&#8230;die mich u.a. zu der Weltreise gef\u00fchrt hat ?. Es war einfach &#8222;unbeschreiblich&#8220;&#8230;nur leider reicht unbeschreiblich an dieser Stelle \u00fcberhaupt nicht aus um sich daraus eine Vorstellung zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Funfact: Ich habe f\u00fcr mich entschieden, dass der Ausdruck &#8222;Ich frecke&#8220; es eigentlich am besten beschreibt. Vielleicht nicht literarisch wertvoll, daf\u00fcr trifft&#8217;s aber meinen Humor ?.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen besonderen &#8222;Ich frecke&#8220;-Moment hatte ich schon am ersten Tag der Tour&#8230;da waren wir von der Uyuni noch meilenweit entfernt. So intensiv ging es die n\u00e4chsten 48-Stunden weiter, gespickt mit weiteren (Natur-)Highlights und auch weniger sch\u00f6nen Momenten. Nicht empfehlen kann ich z.B. die erste bolivianische Hostel-Erfahrung in &#8222;Villa Mar&#8220;, nat\u00fcrlich so abgelegen wie der Rest der Tour. Im Gegensatz zu unserer bisherigen Hostel-Auswahl konnten wir hier &#8211; als Teil der Tour &#8211; das Hostel nat\u00fcrlich nicht selber w\u00e4hlen und waren leicht geschockt. Aber auch das haben wir \u00fcberlebt und am n\u00e4chsten Tag ging es weiter&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier galt: Nicht nur die (angepriesenen) Sehensw\u00fcrdigkeiten waren eine Reise wert, sondern auch die Gesamtsituation: 7 Leute in einem Pickup, ein P\u00e4rchen um die 40 aus Brasilien, ein weiteres P\u00e4rchen um die 30 aus Portugal, Eric, der Fahrer Mario und ich. Irgendein Zufall (oder irgend ein Touranbieter in San Pedro) muss uns wohl zusammen gef\u00fchrt haben&#8230;ca. 60 Stunden lang, auf engstem Raum, und irgendwo im kulturellen und sprachlichen Mix zwischen den Kontinenten, und zwischen Spanisch, Portugiesisch, Englisch und Deutsch ?. Diese Momente, in denen der konstant kokablatt-kauende Fahrer Mario keine Miene verzieht, w\u00e4hrend er mit \u00fcber 100 Sachen durch die Offroad-Pr\u00e4rie von Bolivien heizt&#8230;w\u00e4hrend nebenher im Radio ein Mix aus Roxanne (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=73GdpbhMs_E\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=73GdpbhMs_E\" target=\"_blank\">Must have been Love, aber auf Spanisch<\/a>), Lady Gaga&#8217;s Pokerface und spanischen Kumbia-Mix tr\u00e4llert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz ehrlich, das kann man sich nicht ausdenken ?.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war einfach ein Highlight, und das gipfelte dann endlich am dritten Tag als Mario morgens fr\u00fch um 05:30 Uhr seinen 4&#215;4 Nissan anschmiss um uns zum Sonnenaufgang in die Uyuni zu bringen&#8230;Was soll ich sagen&#8230;&#8220;Ich frecke&#8220; trifft es da wohl wieder am besten ?. Keine Wolke am Himmel, ein glatter Horizont, und Salz, wohin das Auge blickt&#8230;nach diversen Photosessions (Fotos folgen ?), einer Fr\u00fchst\u00fcckspause auf Salz-Bl\u00f6cken und einem Besuch der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isla_del_Pescado\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isla_del_Pescado\" target=\"_blank\">Isla del Pescado<\/a> war dann auch irgendwann dieses Highlight vor\u00fcber. Wie fuhren in das Dorf Uyuni, bekamen dort noch ein Mittagessen kredenzt und verabschiedeten unsere mehr oder weniger ans Herz gewachsenen Mitstreiter mit dem \u00fcblichen Insta-Profil-Austausch ?.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Eric und mich hie\u00df es weiter weiter mit dem Bus in Richtung bolivianisches Hochland &#8211; n\u00e4chster Stopp war die ehemaligen Silberminenstadt Potos\u00ed. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yes, nach dem Torres ging es zu einem weiteren meiner pers\u00f6nlichen Highlights: In die Atacama-W\u00fcste! Wirklich verr\u00fcckt, dass beide Abschnitte im selben Land liegen&#8230;nur durch knappe 3500 km getrennt ?. 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